„Da ist meine Heimat, mein Bergisches Land…“

…na, wer von meinen Lesern hat nun die Melodie des Bergischen Heimatliedes im Ohr? Ich musste es als Jugendliche häufig im Chor singen und habe die Melodie nie vergessen.

Brückenpark in Müngsten an der Wupper

Brückenpark in Müngsten an der Wupper

Ich möchte euch heute ein bisschen vom Bergischen Land berichten, aus aktuellem Anlass, da die liebe Julia im Kommentar zu meinem letzten Artikel doch tatsächlich Bergisch mit belgisch verwechselt hat. Das kann natürlich passieren, wenn man aus einer ganz anderen Ecke Deutschlands kommt und das Bergische Land gar nicht kennt. Ich persönlich wohne im sogenannten Bergischen Städtedreieck, das aus Remscheid, Wuppertal und Solingen besteht. Viele meinen immer, das Bergische Land hätte seinen Namen von den vielen Hügeln und Bergen hier, was aber so direkt gar nicht stimmt. Es ist benannt nach den früheren Grafen und Herzögen „von Berg“, aber vermutlich haben die wiederum ihren Namen auch nicht erhalten, weil es hier überall flach ist. 😉

 

So musste ich mich auch bei mein 7 Jahre andauernden Ausflug nach Aachen erstmal daran gewöhnen, beim Autofahren gut auf die vielen Fahrradfahrer aufzupassen. Kenne ich von hier gar nicht in dem Ausmaß. Das liegt vielleicht einerseits daran, dass in meiner Heimatstadt die Stadtteile auch recht weit auseinander liegen, andererseits aber sicher auch an den vielen Steigungen, die einen schnell zum Ächzen bringen. Umgekehrt musste sich mein Ehemann und Aachener Ex-Student, der es gewohnt war, in Aachen alles mit dem Fahrrad zu erledigen, erstmal daran gewöhnen, dass es hier zwar ausgeschilderte Radfahrstrecken gibt, die auch durch wirklich landschaftlich schöne Gebiete führen, aber dass das Wort „Tal“ im z.B. Lochbachtal durchaus ernstzunehmen ist und man am anderen Ende wieder hoch muss. Soviel zum Thema „mal eben vom Hauptbahnhof mit dem Fahrrad nach Hause fahren“. 😉 Zumal wir in der Nähe des Wasserturms wohnen, was ja in der Regel früher der höchste Punkt einer Stadt war.

Ich lebe jedenfalls sehr gerne hier. Ich wohne zwar in einer Stadt, aber ich muss nicht weit fahren, dann bin ich schon mitten in der Natur. Es gibt Wasser (!) in Form von Bächen, Flüssen und etlichen Talsperren, es gibt Wälder und Felder, Schlösser und Burgen, Museen und Kultur. Ich mag die Schwebebahn in Wuppertal und ich mag die leisen O-Busse in Solingen. Und was ich noch mag, ist dass wir hier so zentral liegen, dass man ebenso schnell in die nahegelegenen Metropolen wie Köln, Düsseldorf oder dem Ruhrgebiet gelangt. Schon als Jugendliche wusste ich das sehr zu schätzen und habe immer gesagt „In Solingen gibt es nicht viel, aber man kommt von hier aus überall gut hin!“ Was sich damals hauptsächlich auf Discotheken bezog, heute eher auf Spezialitätenrestaurants oder Shoppingtouren. 😉

Seilbahnfähre über die Wupper

Seilbahnfähre über die Wupper

Die Müngstener Brücke ist die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands

Die Müngstener Brücke ist die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hat das Ganze auch etwas mit Essen zu tun? Aber na klar! Berühmt ist die reichhaltige Bergische Kaffeetafel, die Bergische Küche hat aber natürlich noch viel mehr zu bieten. Sie ist bodenständig, herzhaft, von früher her darauf ausgelegt, Reste sinnvoll zu verwerten und Lebensmittel haltbar zu machen. Dazu habe ich ja auch schon einen Kochkurs gegeben, aus dem ich euch gern eines der Rezepte vorstellen möchte:

 Hackfleischauflauf mit Kartoffelpüree

Zutaten

  • 800 g Kartoffeln
  • 150-200 ml Milch
  • 40 g Butter
  • 3 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 400 g Hackfleisch, gemischt
  • 1 Eigelb
  • ½ TL getrockneter Salbei
  • Fett für die Form
  • Paniermehl
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 180°C vorheizen.
  2. Die Kartoffeln waschen, schälen, vierteln und in Salzwasser 20 Minuten kochen; anschließend abgießen.
  3. Milch und 20 g Butter zugeben und mit dem Kartoffelnstampfer zerdrücken.
  4. Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Knoblauch schälen und sehr fein würfeln oder durch die Knoblauchpresse drücken.
  5. Zwiebeln in einer Pfanne in heißem Öl andünsten, dann herusnehmen und beiseite stellen. Hackfleisch und Knoblauch in die Pfanne geben und kräftig anbraten, dann mit Salz, Pfeffer und Salbei würzen.
  6. Karfoffelpüree mit dem Eigelb verrühren.
  7. Eine Auflaufform einfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Die Hälfte des Kartoffelpürees einfüllen und glatt streichen.
  8. Die Hackfleischmischung, die Zwiebelringe und das restliche Püree darauf schichten, die restliche Butter in Flocken darüber verteilen und mit etwas Paniermehl bestreuen.
  9. Etwa 15 Minuten im Ofen überbacken, bis der Auflauf schön goldbraun wird.

 

Weitere Bergische Rezepte, die ich schon veröffentlicht habe:

In diesem Sinne: „Wo die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt….!“ 🙂

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