Polnische Küche: Barszcz (Bortschtsch) mit Pilzravioli

BorschtschBisher kannte ich nur die russische Version von Bortschtsch. Als ich die mit etwa 15 in Russland kennenlernte, mochte ich sowas aber leider so gar nicht. Mittlerweile habe ich aber dazu gelernt: Rote Bete kann richtig lecker sein und es gibt einen Unterschied zwischen russischer und polnischer Bortschsch.

Fun Fact am Rande: Borschtsch ist das Wort mit den meisten aufeinander folgenden Vokabeln im Deutschen – nämlich acht!

 

Zutaten für die Suppe (10 Portionen)

  • 6-7 getrocknete Waldpilze
  • 7-8 rote Bete
  • 4 l Wasser
  • 2 Zwiebeln
  • 10 Pimentkörner
  • 5 EL Pflanzenöl
  • 4 Lorbeerblätter
  • Saft von 1 Zitrone
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Bund Petersilie

Zutaten für die Pilzravioli

  • 150 g getrocknete Waldpilze
  • 3 Zwiebeln
  • 5 EL Olivenöl
  • 3 EL saure Sahne
  • 3 EL Semmelbrösel
  • Salz und Pfeffer
  • 250 g Mehl
  • 1 EL Butter
  • 1 Ei
  • 120 ml warmes Wasser

Zubereitung der Suppe

  1. Pilze in kaltem Wasser 30 min einweichen. Anschließend in einem Topf mit Wasser etwa 30 Minuten weich kochen.
  2. Rote Bete waschen, schälen und in Streifen schneiden und in einen Topf geben.
  3. Zwiebeln schälen und halbieren, die Pilze abgießen.
  4. Rote Bete mit Wasser bedecken, Zwiebeln, Pilze, Piment, Lorbeer, Zucker, Pfeffer und Salz zufügen und 30 Minuten köcheln lassen.
  5. Zitronensaft und Öl unterrühren.
  6. Die fertige Suppe durch ein Sieb gießen. Abschmecken und mit Petersilie garnieren.

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Zubereitung der Pilzravioli

  1. Für die Füllung der Ravioli die Pilze abspülen und in einem Kochtopf etwa 15 Minuten einweichen, dann im gleichen Wasser weich kochen, abgießen und fein hacken.
  2. Zwiebeln hacken, salzen und in Öl anschwitzen, bis sie glasig sind.
  3. Pilze, saure Sahne und Semmelbrösel untermischen. Alles zusammen einige Minuten braten und dann nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Für den Teig Mehl, Butter, Ei und wenig Wasser in einer Schüssel miteinander verkneten. Nach und nach vorsichtig mehr Wasser zugeben, bis der Teig schön geschmeidig ist.
  5. Den Teig in 3 Teile teilen und jeweils auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen.
  6. Den ausgerollten Teig in 4 cm große Quadrate schneiden und jeweils 1 TL Füllung darauf geben. Dann zu einem Dreieck falten und die Ränder zusammendrücken. Die gegenüberliegenden Ecken des Dreieckes in die Mitte falten und wieder zusammendrücken.
  7. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Die Ravioli portionsweise darin kochen, bis sie an die Oberfläche steigen. Dann mit einem Schaumlöffel herausnehmen, kurz abtropfen lassen und mit der Borschtsch servieren.

Info

Ich habe aus Zeitgründen die Pilzravioli weggelassen, deswegen habe ich davon leider kein Foto. Ich habe aber einfach fertige Ravioli in der Suppe erwärmt und das war auch sehr lecker. Ich bin ja immer wieder beeindruckt von der Farbe, die rote Bete dem Essen gibt! Und auch den Klamotten, wenn man kleckert… der Mann war an dem Abend übrigens noch kurz im Supermarkt. Ich konnte ihn leider nicht mehr vorwarnen, dass da noch ein bisschen rote Farbe am Mundwinkel klebt (ich kann ihn ja schlecht nach dem Essen mit einem Feuchttuch abwischen, wie ich es bei den Kinder mache) und so müssen sie ihn dort vermutlich für einen Vampir gehalten haben. 😀

Ich habe übrigens das Gemüse zwar herausgesiebt, aber einen großen Teil der roten Bete wieder zugegeben, weil ich sie so gerne mag und es einfach zu schade finde, das alles wegzuwerfen!

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