Twitter kocht

Ich hatte es ja auf Facebook und Twitter vorher angekündigt: Gestern abend fand das Twitter-Event #TwitterKocht von der Firma 3Glocken statt.

Vor einiger Zeit war ich per E-Mail angeschrieben worden, ob ich nicht mitmachen möchte. Das Format fand ich sehr interessant und darum habe ich gerne zugesagt.

Paket

Darum ging es: Ich habe von der Firma 3Glocken etwa eine Woche vor dem Event ein Paket erhalten. Darin fand ich eine Flasche Weißwein, eine Packung Nudeln, vier Kochlöffel, eine Einkaufsliste und einen Gutschein von REWE über 50 Euro. Damit sollte ich die Zutaten von der Einkaufsliste einkaufen gehen, drei liebe Freunde einladen und am Abend des 8. August um 19 Uhr startklar sein. Das habe ich gemacht, wobei einer der lieben Freunde mein Mann war, denn wir kochen sehr gerne zusammen, was leider in den letzten Jahren oft zu kurz kommt in der Hektik des Alltages mit zwei Kleinkindern („das maaaaaag ich aber niiiiiicht….!“). Alles Weitere würde erst am Abend selbst bekanntgegeben werden, sozusagen sollte das Rezept Stück für Stück per Twitter veröffentlicht werden und alle Teilnehmer sollten natürlich fleißig fotografieren und dokumentieren, was sie gerade so machen. Ich war echt gespannt!

ZutatenBeim Einkauf stieß ich auf die ersten Schwierigkeiten. Ich fand im angesteuerten Rewe keine frischen, jungen Erbsen. Da ich nicht wusste, ob ich sie noch woanders bekäme, habe ich erstmal Tiefkühl-Erbsen eingepackt. War auch gut so, denn auch woanders fand ich später keine frischen Erbsenschoten. Frischer Estragon war auch nicht zu finden, beim Fenchel habe ich die letzten vorhandenen Knollen ergattert. Nun gut, den Estragon habe ich am nächsten Tag noch im Edeka bekommen und so konnte es pünktlich losgehen.

Zuerst haben wir mal angstoßen, es sollte ja ein netter Abend werden. Dann kam über Twitter die erste Anweisung. „Schnappt euch den Fenchel. Erstmal muss er gewaschen werden.“ Das war natürlich schnell erledigt, dann sollte er vom Strunk befreit und in Streifen geschnitten werden. Die ersten Fotos mit verbundenen Fingern erschienen auf Twitter. Bei uns ist alles gut gegangen, trotz oder gerade wegen der scharfen Solinger Messer! 😉

Sekt

Zunächst folgten die nächsten Anweisungen etwas langsam aufeinander. Mehrere Teilnehmer fragten nach „Wie geht es jetzt weiter?“ Für uns blieb Zeit, ein Pläuschchen zu halten, ich habe schon mal das Dessert vorbereitet und fotografiert und nebenher noch den kleinen Sohn beschäftigt, der unbedingt wach bleiben wollte und auch echt gut durchgehalten hat. <3 Sohn

Später ging es jedoch Schlag auf Schlag, da kam ja fast ein bisschen Hektik auf, wenn alles auch noch fotografiert und kommentiert werden sollte! Leider kam die Info, das Fleisch jetzt zuzubereiten, nach unserem Geschmack etwas zu spät. Es stand auf dem Einkaufszettel „Optional: Hähnchenbrustfilet“. Das hatte ich auch besorgt, aber irgendwie gedacht, es würde dann in das Rezept mit eingearbeitet. Dem war aber nicht so, und so hatte ich es halt nicht vorbereitet. Nun denn, schnell gewürzt, in eine Auflaufform gepackt und flott in den Ofen geschoben (auf dem Herd war nicht mehr wirklich Platz). Es war dann etwas später, aber noch rechtzeitig zum Nachschlag fertig.

Einer verfolgte den Twitter-Stream und las die Anweisungen vor. Fotografiert und getwittert wurde mit dem Smartphone.

Einer verfolgte den Twitter-Stream und las die Anweisungen vor. Fotografiert und getwittert wurde mit dem Smartphone.

Es wurde fleißig geschnibbelt; bei uns ohne Verletzte! Es war ja auch lauter medizinisches Personal anwesend...;-)

Es wurde fleißig geschnibbelt; bei uns ohne Verletzte! Es war ja auch lauter medizinisches Personal anwesend…;-)

Zwischendurch wurde es eng auf dem Herd. Für die Zusammenführung von Gemüse und Nudeln haben wir einen größeren Topf genommen.

Zwischendurch wurde es eng auf dem Herd. Für die Zusammenführung von Gemüse und Nudeln haben wir einen größeren Topf genommen.

Auf jeden Fall war das entstandene Gericht sehr, sehr lecker. Der Fenchel war auf den Punkt bissfest gegart und die karamellisierten Kirschtomaten gaben dem ganzen noch das geschmackliche Tüpfelchen auf dem i. Es flossen dann noch einige Gläser Wein und war insgesamt ein sehr netter Abend (wir hatten ja auch Freunde da!). Eigentlich waren wir danach schon ganz schön satt, da wir auch nicht nur die angegebenen 360 g sondern gleich die ganze Packung Nudeln verwendet hatten, aber das Dessert haben wir uns trotzdem nicht nehmen lassen. Das Rezept dazu findet ihr hier.

fertig

Und hier ist das Rezept zu dem Gericht, das wir gestern gekocht haben, angepasst auf die Mengen, die wir verwendet haben, daher für sicher etwas mehr als 4 Portionen (oder einen kleinen, leckeren Rest für den nächsten Tag):

Fenchel-Erbsen-Gemüse mit Nudeln und karamellisierten Kirschtomaten

Zutaten

  • 3 Knollen Fenchel mit Fenchelgrün
  • Olivenöl
  • 300 ml trockener Weißwein
  • 150 ml Wasser
  • 750 g TK-Erbsen
  • 1 TL grüner, eingelegter Pfeffer
  • 500 g Korkzieher-Nudeln von GENUSS PUR
  • 400 g Kirschtomaten
  • 2 EL Zucker (gerne etwas mehr)
  • 1 TL gehackter, frischer Estragon
  • 1 Becher Schmand (200g)
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Den Fenchel waschen, halbieren und vom Strunk befreien. Evtl. nochmals abspülen, da sich zwischen den Rippen noch Erde befinden kann. Das Fenchelgrün hacken und beiseite stellen. Den Fenchel in Streifen schneiden.
  2. Etwas Olivenöl in eine Pfanne geben und erhitzen. Den Fenchel zugeben und einige Minuten anschwitzen. Dann mit 300 ml Weißwein ablöschen und zugedeckt 20 Minuten schmoren lassen.
  3. Anschließend noch 150 ml Wasser angießen und die Erbsen zugeben. Den Deckel wieder draufsetzen und weitere 5 Minuten schmoren lassen. Dann die Pfanne von der Herdplatte nehmen.
  4. 1 TL grünen Pfeffer hacken und beiseite stellen. Ebenso den Estragon vom Stengel lösen, hacken und beiseite stellen.
  5. Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen, dann abgießen.
  6. Tomaten waschen.
  7. Einen halben TL Zucker beiseite stellen. Restlichen Zucker mit 1 EL Wasser in der Pfanne karamellisieren lassen (zunächst auflösen und dann am Besten nicht mehr rühren, er wird sonst hart!).
  8. Die Tomaten in der Pfanne schwenken und mit dem Karamell überziehen. Einen EL Wasser angießen, je nach Geschmack auch nochmal etwa 1 EL Zucker darüberstreuen und in der Pfanne garen, bis sich leicht aufplatzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  9. Schmand, grünen Pfeffer, den zurückgestellten halben TL Zucker und Estragon unter den Fenchel rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Nudeln unterheben, dann ein letztes Mal mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  10. Serviert wird das Nudelgericht mit den Tomaten und ein bisschen Fenchelgrün.

Fazit: Ich fand das Gericht richtig, richtig lecker. Die längeren Wartezeiten kamen sicher auch dadurch zustande, dass zwischendurch immer fleißig fotografiert und kommentiert, getwittert, gelacht, getrunken und geschnackt wurde! Ich werde es auf jeden Fall nochmal nachkochen und dann mal schauen, wie schnell es ohne diese „erschwerten“ Bedingungen fertig ist.

Beilage: Ich finde das Gericht auch so super lecker. Wer möchte, kann sich dazu noch Hähnchenbrustfilet aus dem Ofen zubereiten. Was auch super passt, ist Fisch, z.B. Seelachsfilet oder Lachs.

On Top: Ich könnte mir auch noch vorstellen, ein paar geröstete Pinienkerne oder Parmesan darüberzustreuen, passt bestimmt auch!

Ein toller Abend, vielen Dank!

Montage

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